Atrium
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Chronik
Der Kanal, der die Ostsee mit der Nordsee verbinden sollte, hatte primär eine militärische Bedeutung. In Friedenszeiten wird seine Relevanz u.a. durch die Rohölpreise bestimmt. Reedereien stehen heute vor der Frage, den Umweg über das Skagerak auf sich zu nehmen, oder die Kanalgebühren gegen den Dieselverbrauch aufzuwiegen.
Der Bau des NOK wurde mit heute primitiv anmutenden Gerätschaften und schaufelnden Handarbeitern in nur 8 Jahren bewältigt. Er wurde also rechtzeitig zum Beginn des ersten Weltkrieges fertiggestellt. In den umliegenden Dörfern und Städten führte der Bau zu willkommener Vollbeschäftigung, veränderte aber die ländlichen Strukturen erheblich. Städte wie Brunsbüttel, das damalige Brunsbüttelkoog erhielt architektonisch einheitliche Kanalarbeitersiedlungen. Gebäude und Strukturen waren zweckmäßig und durchdacht, stehen heute weitestgehend unter Denkmalsschutz.
Exponate
NOK
Der knapp 99 Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal oder NOK ist die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Er wurde 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal eröffnet und trug diese Bezeichnung bis 1948. 2007 passierten über 43.000 Schiffe den Kanal, fünf Prozent mehr als noch 2006. Die Zahl der transportierten Güter stieg ebenfalls. Im jahre 2008 wurde der Bau einer dritten Schleusenkammer beschlossen, um dem ständig steigenden Verkehrsaufkommen zu entsprechen.
Schleusen
Die Schleusen zu beiden Seiten des Kanals haben die Aufgabe, die unterschiedlichen Wasserstände der Nord-und Ostsee auszugleichen. Der Tidenhub der Ostsee gleicht der Situation eines Binnengewässers, während in der Nordsee ein erheblicher Tidenhub herrscht. Dieser kann durch Springtiden, Mondstand und Sturmsituationen noch erheblich drastischer ausfallen.--Jens Rusch 11:35, 9. Aug. 2008 (CEST)
Atrium
Das Ausstellungsgebäude am Eingang der Brunsbütteler Schleusenanlagen bietet den Besuchern einen guten Überblick über die Grundsteinlegung und die Funktionsweisen der Schleusenanlagen. Leider überwiegen die Exponate der Kieler Seite, man merkt deutlich von welcher Seite die Ausrichtung der Ausstellung bewerkstelligt und finanziert wurde.
Auf der Schleuseninsel kann man die kaiserlichen Wappenpostamente der inzwischen abgerissenen Grünenthaler Hochbrücke betrachten.
Zwei der ursprünglichen Leuchttürme sind noch erhalten und wurden unter dem Leiter des WSA ( Wasser und Schiffahrtsamt ) Dieter Goos zu dessen Amtszeit liebevoll restauriert.














