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Tellingstedt

(Weitergeleitet von Arno Schmidt)

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Tellingstedt ist eine Gemeinde im Kreis Dithmarschen.

Inhaltsverzeichnis

Basisdaten

  • Höhe: 15 m ü. NHN
  • Fläche: 21,1 km²
  • Einwohner: 2.695 (Stand: 30.06.2015)
  • Postleitzahl: 25782
  • Vorwahl: 04838
  • Kfz-Kennzeichen: HEI, MED
  • Bürgermeister: Helmut Meyer (WGT)

Geografie

Lage

Tellingstedt liegt im Nordosten von Dithmarschen, ungefähr acht Kilometer südlich der Eider.

Ortsteile

  • Tellingstedt bildet den Ortskern, weitere Ortsteile sind
  • Rederstall,
  • Weide Tellingstedt und
  • Weide Oesterborstel.

Nachbargemeinden


Politik

Seit der Kommunalwahl 2013 hat die Wählergemeinschaft WGT sieben Sitze, die CDU vier, die Wählergemeinschaft ALT zwei und die SPD einen Sitz in der Gemeindevertretung.


Vereine und Organisationen


Geschichte

  • 1140 wurde die Sankt-Martins-Kirche in Tellingstedt erstmalig erwähnt, sie gehörte zu den fünf Hauptkirchen Dithmarschens und ist die Mutterkirche der Pahlener Kirche.
  • 1403 wurde Tellingstedt von den Holsteinern Adeligen Otto Ratlov, Henneke Hummelsbüttel weiteren geplündert.
  • 1405 wurde Oesterborstel von Holsteinischen Adligen überfallen und geplündert.
  • 1500 konnten die Tellingstedter verhindern, dass die Holsteinischen Herzöge die schmale Enge zwischen Schalkholz und Tellingstedt zum Einbruch nach Dithmarschen nutzten. An dieser Stelle, war ein schmaler Geestrücken frei begehbar, konnte jedoch durch Schanzen gesichert werden. Westlich von Tellingstedt war das Gebiet der Eiderniederung unwegsam und moorig. Dies führte dann in der Folge dazu, dass die Herzöge den Weg über Hemmingstedt wählten und die "Schlacht bei Hemmingstedt" durch die Dithmarscher gewonnen werden konnte.
  • 1555 / 1559 wurden die Schanzen jedoch aufgegeben und Dithmarschen verlor 1559 in der "Letzten Fehde" seine Freiheit. In Tellingstedt brannte 1559 ein großer Teil der Ortschaft ab.
  • 1845 wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass Tellingstedt 523 Einwohner hatte, die Schule wurde von 100 Kindern besucht. Es gab seinerzeit nachfolgendes Gewerbe in Tellingstedt:
* 2 Gastwirthe,
* 11 Krüger und Höker,
* 3 Kaufleute,
* 1 Hutfabrikant,
* 1 Färber,
* 3 Töpfer,
* 3 Schmiede,
* 3 Schlachter und viele andere Handwerker,
* 2 Wassermühlen.
Im Dorfe wohnten ein Arzt und eine Hebamme.
  • 1855 ergab eine Volkszählung, dass es im Bereich des Kirchspiels Tellingstedt 4.694 Einwohner gab. Nachfolgende Ortschaften waren damals im Kirchspiel eingepfarrt:
* Dellstedt,
* Dörpling,
* Gaushorn,
* Glüsing,
* Hövede mit Höveder-Mühle,
* Hohenlieth,
* Lendern,
* Lüdersbüttel,
* Neuenfähre,
* Oesterborstel,
* Pahlen mit Herrenhaus,
* Pahlhude,
* Redderstall,
* Rethbucht,
* Schalkholz mit Steinkrug,
* Schelrade,
* Tellingstedt mit Südermühle,
* Tielenburg,
* Tielenhemme (zum Theil),
* Wallen,
* Wellerhoop,
* Welmbüttel,
* Westerborstel,
* Wrohm mit Altenfähre,
* Lexfähre.
  • 1855 wurde im Rahmen einer Volkszählung festgestellt, dass es in Oesterborstel 510 Einwohner gab und die Schule von 85 Kindern besucht wurde. Seinerzeit gab es nachfolgendes Gewerbe in Oesterborstel:
* 3 Wirthshäuser,
* 1 Höker,
* 4 Töpfer,
* 1 Brannteweinbrenner,
* 3 Schmiede,
* 1 Bäcker,
* 1 Rademacher,
* 2 Tischler und mehrere andere Handwerker
* 1 Wollspinnerei
* 1 Windmühle.
  • 1855 wurde während einer Volkszählung festgestellt, dass es in Rederstall 63 Einwohner gab.
  • Im 19. Jahrhundert sind bis zu 17 gleichzeitig arbeitende selbstständige Bauerntöpfereien in Tellingstedt nachweisbar, die hauptsächlich Gegenstände des täglichen Gebrauchs anfertigten: "Melksetten", flache Schalen zum täglichen Entrahmen der Milch, "Mehlbeutelteller" für das Dithmarscher Lieblingsessen. Tellingstedt war damals aufgrund seiner reichhaltigen Tonvorkommen überregional als Töpferstandort bekannt. Ende des 20. Jahrhundert schloß allerdings die letzte Töpferei.
  • Von 1905 - 1937 hatte der Ort einen Bahnanschluss mit der Kreisbahn Norderdithmarschen
  • Am 01.04.1934 wurde die Kirchspielslandgemeinde Tellingstedt aufgelöst. Alle ihre Dorfschaften, Dorfgemeinden und Bauerschaften wurden zu selbständigen Gemeinden/Landgemeinden, so auch der Hauptort Tellingstedt und der später eingemeindete Ort Rederstall.
  • Am 01.10.1959 wurde Oesterborstel eingegliedert.
  • Am 01.01.1978 wurde die ab 1934 selbstständige Gemeinde Rederstall in die Gemeinde Tellingstedt eingemeindet und bildet seit dieser Zeit eine Exklave des Gemeindegebietes.

Wirtschaft und Infrastruktur

Nachfolgendes Gewerbe hat sich in Tellingstedt angesiedelt:

Tellingstedt verfügt über eine gute Infrastruktur. Mehrere Supermärkte, Einzelhandelsgeschäfte und ein Baumarkt bieten gute Einkaufsmöglichkeiten. Zur Gesundheitsversorgung stehen mehrere Ärzte (Allgemein-Mediziner, Internist) zur Verfügung und es gibt mehrere Tierärzte.

An Bildungseinrichtungen gibt es eine Gemeinschaftsschule und den Kindergarten "Lütt Matten". Das nächste Gymnasium befindet sich in Heide.

Außer den vielen Vereinen in Tellingstedt gibt es auch noch ein Freibad, das allerdings aus Sanierungsgründen 2016 geschlossen bleiben musste.


Sehenswürdigkeiten

Großes Moor / Kätners Moor

Ein Naturschutzgebiet, das auf dem Gemeindegebiet liegt, mit einer Größe von 156 ha.

Lage auf der Karte.

Barkenholmer Moor

Ein Naturchutzgebiet, das teilweise auch auf dem Gemeindegebiet von Tellingstedt liegt, mit einer Gesamtgröße von 100 ha.

Lage auf der Karte.

St.-Martins-Kirche

Die St.-Martins-Kirche wurde vermutlich bereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts gebaut. Ursprünglich war sie eine der ersten Taufkapellen in Dithmarschen und wurde vom Meldorfer Bistum aus errichtet. Später wurde sie dann zur Kirche ausgebaut, denn 1140 wurde Tellingstedt als Kirchort erwähnt.

Die Kirche hat den Namen "Sankt Martins-Kirche" nach einem Hauptmann einer gallischen Reiterlegion erhalten. Diese soll in einer kalten Winternacht einem fast nackten Bettler begegnet sein. Weil er nun kein Geld dabei hatte, schnitt er mit seinem Schwert seinen Mangel in der Mitte durch und gab einen Teil davon dem Bettler. Später soll er aus dem Heer ausgetreten und Mönch geworden sein. 317 n. Chr. wurde er Bischof von Tours.

Die Tellingstedter Kirche hat sich wahrscheinlich schon vor 1170 vom Urkirchspiel Meldorf abgetrennt und ein eigenes Kirchspiel gebildet.

Ursprünglich war die Kirche eine romanische Feldsteinkirche; sie wurde nach 1559 zu ihrer heutigen Länge ausgebaut, denn am Mauerwerk ist noch der Abschnitt zu erkennen, an dem der Neubau angefügt wurde, 1726 durch ein Seitenschiff im Süden und 1755 wurde die Kirche durch ein Gebeinhaus im Norden erweitert. Durch Nachgeben zweier Eichensäulen am Südanbau hat sich der Dachreiter nach Südwesten geneigt; mit dem schiefen Turm auf dem Dach ist die Kirche nun Wahrzeichen und Orientierungspunkt des Ortes

Das Triumpfkreuz

An der Südwand des Hauptschiffes hängt das gotische Kruzifix aus Eichenholz, das ein unbekannter Meister um 1480 geschaffen hat. Ursprünglich hat das Kruzifix im Bogen vor dem Altarraum gehangen. Weil es dort den Altar verdeckte, hat man es zunächst in den Altarraum links zwischen den beiden Fenstern und 1936 am jetzigen Platz an die Südwand gehängt.

Der Altar

Der Altar wurde 1698/99 von Theodor Allers für die Garnisonkirche in Tönning gebaut. Nach Abbruch der Garnisonskirche gelangte er 1744 nach Tellingstedt. Er ist im Stil des Akanthusbarock dreiteilig gestaltet. 1978 wurde der Altar restauriert.

Das Epitaph

Etwa aus der gleichen Zeit (1708) stammt das Epitaph, das an der Nordseite des Hauptschiffes seinen Platz gefunden hat. Es wurde von Barthold Conrath ursprünglich ebenfalls für die Garnisonkirche in Tönning gemalt.

Das Bild ist vom Tönninger Stadtpräfekten Zacharias Wolff zum Gedächtnis seiner verstorbenen Frau Christiane und seiner ebenfalls verstorbenen vier Kinder gestiftet worden. Es steht unter dem Motto: „LASSET DIE KINDLEIN ZU MIR KOMMEN“.

Die Kanzel

Die Kanzel wurde 1604 im Renaissancestil gebaut. In acht Feldern sind die christlichen Tugenden dargestellt:

  • JVSTICIA - Gerechtigkeit (Schwert und Waage)
  • FIDES - Glaube (Kreuz und Kelch)
  • SPES - Hoffnung (Anker und Schiff)
  • CARITAS - Liebe (zwei kleine Kinder)
  • PRVDENTIA - Klugheit/Einsicht (Schlange)
  • FORTINDO - Tapferkeit (Säulen)
  • PACIE ENCIA - Friedfertigkeit (Lamm)
  • TEMPERATIA - Enthaltsamkeit (Wasser)

Umlaufend um die Kanzel sind das Alter und die Namen der Stifter aufgeführt.

Der Kerzenhalter auf der Kanzel trägt die Inschrift:“Hilf, Herr, das wir recht dienen dir“.

Der Schalldeckel trägt die Inschrift:„ROPE FLVCKS / SCHONE NICHT / ERHEVE DIENEN STEMMEN ALS EEN BASVNE“.

Ins Hochdeutsche übersetzt heißt es soviel wie: „Rufe sofort / verschone nicht / erhebe deine Stimme wie eine Posaune“.

Das Alter der Kanzel war ebenfalls auf der alten, inzwischen erneuerten Kirchturmuhr verbürgt, auf der stand: „Anno söstenhundertveer / is gebuwt do Godes Ehr / de Stundenklock und Seigersitz / de Predigtstohl und Karkenspitz.“

(Anno Sechzehnhundertvier / ist gebaut zu Gottes Ehren / die Stundenuhr und Zeigersitz / die Kanzel und Kirchturmspitze).

Die Brunner-Orgel

Ein außerordentlich wertvolles Musikinstrument mit überregionalem Bekanntheitsgrad ist die Barockorgel aus dem Jahr 1642. Sie wurde von Tobias Brunner aus Lunden, einem Schüler des aus Meißen stammenden hoch angesehenen Orgelbauers Gottfried Fritzsche, erbaut und bestand ursprünglich aus einem Oberwerk (7 Register) und einem Unterwerk mit 3 Registern (darunter das in Fachkreisen weithin bekannte “Harfenregal“). Nach zwischenzeitlichen Eingriffen und zeitweiliger „Ruhepause“ – die Kirche hatte Ende des 19. Jahrhunderts - ein dem damaligen Zeitgeschmack entsprechendes und wieder veräußertes Instrument erhalten – versetzte Rudolf von Beckerath aus Hamburg die Orgel in einen beachtenswerten und vielseitig brauchbaren Zustand (1937/38). Er überarbeitete und ergänzte die noch zum großteil erhaltenen 7 Register. Dabei erweiterte er vor allem das ursprünglich schmale Unterwerk, fügte insgesamt 6 Register hinzu und baute das als Seitenwerk angebrachte Pedal mit 4 Registern.

Bei der letzten Restaurierung durch die Firma Otto Hinrich Paschen aus Kiel (1999) wurde ein Beckerathregister ausgetauscht. Heute enthält die Brunner–Orgel 7 alte und 10 neue Register mit rund 1100 Pfeiffen. (Stimmung nach Neidhart II im hohen Chorton, a’= 461 Hz).

Die Antependien

Auch moderne, sakrale Kunst ist in der St.-Martins-Kirche zu finden. An Altar, Kanzel und Lesepult hängen Antependien (von lat. ante „vor“ und pendere „hängen“), die der Schobüller Bildhauer Ulrich Lindow 1993 geschaffen hat. Der Künstler hat versucht, das zusammengehörende Nebeneinander von Altar, Kanzel und Lesepult durch eine verbindende Gestaltung aufzuzeigen. Dazu entwarf er jeweils ein Grundtuch aus einheitlichem, silberhellen, schweren, Stoff mit einem einfachen, durchbrochenen Symbolmuster. Dahinter (beim Altar darüber) werden entsprechend der Kirchenjahreszeit farbige Seidentücher angebracht. Das Antependium am Altar zeigt in zwei Fünferblöcken untereinander die römischen Zahlen 1-5 und 6-10, die mit goldfarbener Seide hinterlegt sind. Sie symbolisieren die Zehn Gebote Gottes. Am Lesepult weisen das "Auge Gottes“ Dreieck) und das Christus-Monogramm (XP griechisch für Christus) auf Gott und Jesus Christus hin.

Das Grundtuch an der Kanzel trägtentsprechend der Kirchenjahreszeit wechselnde Symbole: Alpha und Omega (Trinitatiszeit), Kreuz-Gitter (Passionszeit), Brot und Wein (Ostern), Taufe und Flamme (Pfingsten).

Das Taufbecken

Das zweifellos älteste Stück unserer Kirche ist der bronzene Taufkessel. Er gehört überdies zu den ältesten im Lande. Aufgrund seiner schlichten Form und seiner Bildarmut lässt er sich auf den Anfang des 13. Jahrhunderts datieren. Das Becken steht auf drei in Löwenklauen endenden Stützen. Verziert ist es lediglich mit einfachen Symbolen, die keinerlei christliche Hinweise bringen: Sonnenrad, Ährenbündel und Hakenkreuz.

Die Glocken

Die ältesten Glocken der St.-Martins-Kirche hängen im Dachreiter. Die Vaterunser-Glocke wurde 1472 gegossen und 2005 durch Spenden restauriert. Die aus dem Jahr 1604 stammende Stundenglocke wurde zusammen mit dem Turm, der Uhr und der Kanzel durch Stifter angeschafft. Sie trägt folgende Inschrift: „DER PASTOR H JOHAN GVNTER * DER CAPPELAN M NICOLAI CHRISTIANI * MARCVS SPRET CARSPELFAGET * HERMAN BISCHOF CARSPELSCHRIEVER * DE BVWMESTERE MARTENS JOHANS PETER MARTENS JOHAN VND FRENS HANS CLAVS * MELCHIOR LVCAS ME FECIT ANO 1604“ (Hat mich gemacht im Jahre 1604).

Die Grabplatten

Die 6 Grabplatten, die am Südschiff aufgestellt sind, lagen auf dem alten Friedhof, der bis zum Jahre 1834 um die Kirche angelegt war. Die abgebildete Grabplatte stammt vom 2. Februar 1621. Im Jahr 2005 konnten die Grabplatten durch eine Spende an die Wand befestigt werden und sind nun vor Verwitterung geschützt.

Der Glockenturm

Der hölzerne Glockenturm auf dem Kirchplatz wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut. 1917 wurde die größte Glocke abgebaut, um für militärische Zwecke eingeschmolzen zu werden. Am 10.09.1923 wurden die beiden Gussstahlglocken geweiht. Sie tragen die Inschrift: „O Land, Land, Land, höre des Herren Wort“ und „Aus tiefer Not rufe ich zu dir“.

(Quelle: Informationsbroschüre von der St.-Martins-Kirchengemeinde Tellingstedt


Persönlichkeiten

  • Arens, Heinz-Werner (1939–2011), von 1996 bis 2005 Präsident des Landtages von Schleswig-Holstein
  • Jasper, Karsten (* 1952), Bürgermeister von 1990 bis 2008 und Landespolitiker
  • Lorenzen, Max Otto (1950–2008), Philosoph und Publizist
  • Groth, Klaus (* 1819 in Heide; † 1899 in Kiel), nannte Tellingstedt "mien Jungsparadies"
Klaus Groth
  • Wandmaker, Helmut (* 1916 in Schalkholz; † 2007 in Tellingstedt), Unternehmer und Buchautor
  • Schmidt, Arno (* 1914 in Hamburg-Hamm; verst. 1979 in Celle), Schriftsteller; sein Roman "Die Schule der Atheisten" spielt in Tellingstedt
  • Alexandra (* 1942 in Heydekrug, jetzt Šilutė; † 1969 in Tellingstedt), Sängerin, verstarb im Ort

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Arno Schmidt "Ausgerechnet zu uns, nach Tellingstedt?"

Tellingstedt in der Weltliteratur

Tellingstedt erlangte literarische Bedeutung, weil einer der bedeutsamsten Schriftsteller der deutschen Nachkriegsliteratur, Arno Schmidt (1914–1979), hier seine Novelle "Schule der Atheisten" ansiedelte. Das familiäre Konstrukt für dieses Buch lieferte ihm Gustav Frenssen / Barlt mit seiner Familien-Novelle "Otto Babendiek".

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Empfehlung von Dr. Martin Lowsky:

Jules Verne in Schleswig-Holstein - ein Reisebericht

Der erwähnte Reisebericht von Paul Verne ist im Jahre 2005 im Verlag Husum neu erschienen, sehr schön gemacht mit Fotos von Günter Pump – zu einem günstigen Preis.

Erschienen ist der Bericht in drei Editionen:
auf Französisch, auf Deutsch und auf Englisch. Bedenkt man, dass in Arno Schmidts ‚Schule der Atheisten’ durch die Präsenz der Großmächte die Eider-Region ein kosmopolitisches Flair bekommt, so wird diese kosmopolitische Phantasie durch die drei Paul-Verne-Editionen (französisch/deutsch/englisch) nun sozusagen zur Wahrheit. Aber 2014, die Handlungszeit von Schmidts Buch, ist ja auch nah!

Die bibl. Angaben:

  • Jules Verne dans le Schleswig-Holstein. Un récit de Paul Verne. Édité par Frank Trende. Husum 2005. ISBN 978-3-89876-220-3
  • Jules Verne in Schleswig-Holstein. Bericht von Paul Verne. Hrsg. von Frank Trende. Husum 2005. ISBN 978-3-89876-198-3
  • Jules Verne in Schleswig-Holstein. A report by Paul Verne. Edited by Frank Trende. Husum 2005. ISBN 978-3-89876-219-3


  • Das Missionsschiff Kandaze. Sonderdruck aus: Gebet & Dienst. 1977/78
  • Leibl Rosenberg: Das Hausgespenst. Ein begleitendes Handbuch zu Arno Schmidts "Die Schule Der Atheisten" 2 Bände, 1977. ISBN 3-921402-43-3
  • Jochen Hengst: Die Schule der Atheisten abschreiten. Wort-Werk bLeich wie eine laiche. Wiesenbach: Bangert & Metzler, 2002. (Schriftenreihe der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser 5) ISBN 3-924147-49-3
  • Horst Denkler (Hrsg.): Alles=gewendet. Zu Arno Schmidts "Die Schule der Atheisten". Bielefeld 2000. ISBN 3-89528-278-2
  • Friedhelm Rathjen: Arno Schmidt auf Fanø. Der Schulausflug des Atheisten. Edition Rejoyce, Scheeßel 2005. ISBN 3-00-017456-7
  • Horst Meesenburg: Fanø, Manø und Rømø, Inseln im Watt. Esbjerg, 1970. (Schmidts Hauptquelle für die topographischen Details der Insel)

Weblinks


Besonderheiten

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  • Radierung von Jens Rusch, nach einer Postkarte, die Arno Schmidt bei seinem Besuch in Tellingstedt erwarb.

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  • Norderdithmarscher Kreisbahn. Radierung nach einer Montage Arno Schmidts.


Klaus Langelütje

Rundgang

Fotos und Anmerkungen


Kulturelle Ereignisse

BADFEST TELLINGSTEDT 2008

Für Einige ist es das Jahresereignis, in jedem Fall aber eine kultige Veranstaltung, die nun zum 10. Mal stattfindet : Das Tellingstedter Freibad Open Air - Festival. Und wieder gibt es hier Musikdarbietungen auf hohem Niveau, Essen und Trinken zu korrekten Preisen, Aktionen für Kinder und Jugendliche u.a. bei freiem Eintritt. Dieses ist nur möglich, durch die gute und tatkräftige Zusammenarbeit von Gemeinde, Sportausschuss, Künstlern, Gastronomie und freiwilligen Helfern. Während der Spiele für die jüngeren Gäste, und einer kleinen Preisvergabe, gesponsert durch einige Tellingstedter Geschäftshäuser, beginnt am Nachmittag um 15:30 Uhr ein exklusives Musikprogramm. Durch gute Kontakte ist es erneut gelungen, Europas Top-Jazzer Peter "Banjo" Meyer zu verpflichten. Der Virtuose war in letzter Zeit mit dem legendären Paul Kuhn, und vielen anderen wohlbekannten Jazzmusikern auf einer Kreuzfahrt - Tournee. Er wird begleitet von den Ditschiland Allstars ( landesansässige Kollegen ). Im Eingangsbereich wird derweil Tom the Crow mit rauchiger Stimme und bluesigem Klang die Gäste willkommen heissen. Aus der Gegend um Tellingstedt kommt die Gruppe DEZ, der man nicht zuletzt wegen ihrer deutschen Texten eine Ähnlichkeit zu den Ärzten nachsagt. Die St. Jürgen Blues Band hat hierzulande schon viele Jünger gefunden. Sie sind in ihrem Outfit den Bluesbrothers sehr ähnlich, und ebenso im Namen des Herrn unterwegs. Erdigen und authentischen Blues bietet auch die Hard Rockin´ Blues Band. Ihre Mitglieder werden schon seit Jahrzehnten auf diesem Sektor immer wieder gern gehört. Derweil wird es dann wohl Abend sein. Die letzten Schwimmer kommen aus dem Wasser und man kann zu den teilweise experimentellen Klängen und Gesängen der regionalen Band GrenzgeBeat abrocken. Dann heisst es: Sound`n Fury is back. Die Hamburg/Elmshorner Truppe konnte mit ihrem gut ausgewählten und tanzbaren Coverset schon mehrere Male die Tellingstedter und ihre Gäste heisslaufen lassen. Ein ganz besonderes Hörerlebnis verspricht die Band Marakamundi (= Weltmusik ) aus Brasilia/ Brasilien. Diese 4 studierten und versierten Musiker sind einzigartige Könner an ihren Instrumenten. Sie spielen ihre vorwiegend eigenen Kompositionen so leichtfüssig und eingängig, wie es eben ( fast ) nur Brasilianer können. Mittlerweile ist die Besetzung das 3. Mal in Deutschland und hat im letzten Jahr u.a. das anspruchsvolle Jazzpublikum im Hamburger "Birdland" absolut begeistert. Gäste, die auf dem nebenanliegendem Campingplatz übernachten möchten, möchten sich bitte rechtzeitig beim Personal anmelden.


Bücher

  • "Die Schule der Atheisten" von Arno Schmidt
  • "Die Schule der Atheisten - Studienausgabe" von Arno Schmidt

Karten

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